Meine Art

 

Meine Art Renken zu fischen.

 

Die Verschiedenen Methoden des Renkenfischens

Es gibt viele verschiedene Arten auf Renken zu fischen, auf dieser Seite

werde ich euch meine Methoden vorstellen.

Meine Ausrüstung:

Ich verwende zwei Stangen mit der Länge von 390 cm und einem Wurfgewicht von

20 – 65gr. Als Rollen habe ich zwei 2500er montiert, ich lasse die Marken bewusst aus dem Spiel da sie für mich keine vorrangige Rolle haben.

Wichtig ist nur das die Rolle eine fein einstellbare Bremse hat. Meine Spulen habe ich mit 20er Monofiler Schnur bespult, es macht für mich keinen Sinn (beim Schwimmerfischen) mit Geflochtener zu fischen da sie gerne beim Schwimmer durchscheuert.

Die Länge der Ruten haben bei mir zwei Gründe.

1. Damit man beim Auswerfen richtig durchziehen kann und

2. bei uns ist das Ufer Großteils mit Kraut bewachsen, mit der langen Rute kann man die Fische besser in den Kescher dirigieren.

Ansonsten würden Ruten mit 330cm – 360cm völlig ausreichen. Das Wurfgewicht ist auch nicht unwichtig, das Blei alleine hat ja schon

30 – 40gr. und dann kommt noch der Schwimmer dazu.

Welche Kleinteile verwende ich?

Eines der wichtigsten Kleinteile ist der Karabiner, ich verwende einen Sicherheitskarabiner in der Größe 16. Dieses Model bekomme ich selbst bei Eisiger Kälte noch auf und zu.

Ein weiteres wichtiges Detail ist der Stopper, auch hier gehen die Meinungen stark auseinander. Ich verwende Gummistopper, dabei achte ich beim Kauf darauf dass sie aus einem weichen Material bestehen.

Für das Fischen auf Renken mit dem Schwimmer habe ich zwischen der Hegene und dem Blei einen Ring aus Fliesenlegergummi. Dieses kleine Detail hat mehrere Vorteile, zum einen kann man auf diese Weise beim Auswerfen richtig durchziehen, da durch die Gummidehnung die Hegene nicht gleich auf nimmer wiedersehen verschwindet wenn der Rollenbügel aus Versehen zufällt. Ein weiterer Vorteil ist, durch die Dehnung des Gummis arbeiten die Nymphen unter Wasser gleichmäßiger.

Welche Hegene verwende ich beim Schwimmerfischen?

Beim Fischen vom Ufer aus verwende ich Hegenen in der Länge von 1,80 m.

Beim Renkenfischen vom Boot aus verwende ich Hegenen in der Länge von 2,70 m.

Warum? Ganz einfach, 1,80 m ist beim Fischen vom Ufer aus sinnvoller da man leichter auswerfen kann. Beim Fischen vom Boot aus ist das Werfen nicht so wichtig da man ohnehin schon im richtigen Wasserabschnitt steht. Außerdem ist 2,70 m eine gute Länge beim Schleppen auf Renken da man eine Große Wassersäule abfischt.

Welchen Schwimmer verwende ich und warum?

Zuerst möchte ich euch auflisten welche Renkenschwimmer es gibt.

1. 1. Renkenschwimmer mit Schnurinnenführung

2. 2. Renkenschwimmer mit Öse unten

3. 3. Renkenschwimmer für Unterwasser

Wobei der Schwimmkörper in verschiedenen Formen angeboten wird, die häufigsten sind:

Schwimmer mit Kugel für ruhiges Wasser

Eiförmige Schwimmer für starken Wellengang

Ich verwende die Nr. 1, und die Nr. 3.

Die Nr. 1 sorgt für ein schönes Nymphenspiel da das Wippen des Schwimmers über die Hauptschnur direkt auf die Hegene übertragen wird. Weiters eignet sich dieser Schwimmer sehr gut zum Werfen da er mit dem Blei in einer Linie fliegt.

Sollte ich vom Ufer weit auswerfen müssen verwende ich lieber die Nr. 3, der Unterwasser Schwimmer ist kleiner und weniger Windempfindlich. Auch hier verwende ich wieder den Gummi zwischen Hegene und Blei. Der Vorteil dieses Schwimmers ist das man Wetterunabhängiger ist. Egal ob starker Wind oder Flaute, man kann sehr gut auf die Situation reagieren.

Da ich meistens vom Boot aus fische, habe ich immer einen Renkenschwimmer mit Kugel und einen mit Eiform montiert. Damit kann ich sehr gut auf die verschiedenen Situationen des Wellenganges reagieren.

Das Fischen vom Boot aus

Zum Fischen mit dem Schwimmer vom Boot aus verwende ich die gleiche Ausrüstung wie beim Uferfischen. Auch hier kommen wieder die Gummis zum Einsatz, speziell wenn kleinere Haken an der Hegene sind.

Schwimmerfischen vom Boot beginne ich meistens erst wenn sich beim Heben nichts tut, oder ich Schleppe mit auf einen anderen Angelplatz.

Beim Renken schleppen stelle ich einen Schwimmer ungefähr einen Meter tiefer als das Wasser ist und den zweiten stelle ich so ein dass das Blei ca. 3 Meter über Grund ist. Dadurch decke ich ungefähr 5 Meter Wasserfläche ab. Sollte ein Fisch beißen, habe ich einen neuen Angelplatz und zugleich die ungefähre Tiefe in der sich die Renken befinden.

Meine Lieblingsart auf Renken zu fischen ist aber das Heben oder Zupfen.

Dazu habe ich eine Zupfrute mit parabolischer Aktion in 2,10 m Länge und eine 1000er Stationärrolle. Viele Renkenfischer verwenden eine Centrepin oder Achs Rolle, ich habe mich aber nie damit anfreunden können.

Welche Hegene verwende ich beim Zupfen?

Ich verwende 3er Hegenen in der Länge von 80 cm. Dafür hänge ich unten beim Karabiner einen Nachläufer ein.

Der Nachläufer ist der Wahnsinn, die Bisse kommen darauf richtig hemmungslos. Nicht zaghaft und vorsichtig wie man es vom Zupfen gewohnt ist.

Wie führe ich meine Nymphen?

Zu Beginn lasse ich das Blei bis auf den Grund hinab, danach spanne ich die Schnur langsam. Ich hebe das Blei so langsam an das es wenn es aus dem Schlamm kommt aber nicht nach oben schnalzt. In der gleichen Geschwindigkeit mit kurzen Pausen hebe ich die Hegene noch 20 – 100 cm weiter, um sie dann wieder auf den Grund abzulassen. Dazwischen mache ich immer kleine Pausen, eine Nymphe die aufsteigt macht während des Aufsteigens auch kleine Pausen und genau das wollen wir ja nachahmen.

Manchmal lasse ich das Blei ein paarmal auf den Boden aufschlagen, da die Renken Neugierig sind folgt darauf meistens ein Biss auf den Nachläufer. Warum das so ist weiß ich nicht, vielleicht weil dabei kleine Schlammwölkchen entstehen.

Wie erkennt man den Biss?

In den meisten Fällen wird der Biss durch ein leichtes vibrieren oder zittern der Rutenspitze angezeigt. Es kann auch ein zurückschnellen der Rutenspitze in die gerade Position sein, oder ein steter Zug der Spitze nach unten. Manchmal sind die Bisse so fein dass man sie nur erahnen kann, auf jeden Fall muss man sich sehr gut Konzentrieren um keinen Biss zu „Verschlafen“.